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Leasing

Leasing [ˈliːsɪŋ] (von engl. to lease = „mieten, pachten“) ist im zivilrechtlichen Sinn ein Nutzungsüberlassungsvertrag oder ein atypischer Mietvertrag. Der Begriff hat in der öffentlichen Kommunikation jedoch überwiegend eine umfassendere Bedeutung als Finanzierungsalternative, bei der das Leasingobjekt vom Leasinggeber beschafft und finanziert wird und dem Leasingnehmer gegen Zahlung eines vereinbarten Leasingentgelts zur Nutzung überlassen wird. Eine einheitliche Definition des Begriffs Leasing gibt es jedoch weder in der Wirtschaftspraxis noch in der Literatur.
Quelle: Wikipedia

Zwischen Miete und Abzahlungskauf

Der Leasingvertrag ist ein gesetzlich nicht definierter Gebrauchsüberlassungsvertrag auf Zeit. Für den typischen Mobilienleasingvertrag ist ein Dreiecksverhältnis charakteristisch: während Parteien des Leasingvertrags nur der Leasinggeber und der Leasingnehmer sind, spielt der Lieferant eine wichtige Rolle bei der Abwicklung der vertraglichen Leasing-Beziehung. Wie bei der Miete bezahlen Sie für die Benützung und den Wertverlust eine monatliche Rate. Anders als bei der Miete müssen Sie beim Leasingvertrag in der Regel zusätzlich voll für die Unterhaltskosten und für die Steuern und Versicherungen aufkommen. In der Regel sind Sie verpflichtet, auf Ihre Kosten eine Vollkaskoversicherung abzuschliessen. Wenn das Auto kaputt geht, bleiben Sie meist verpflichtet, die Leasingraten zu bezahlen.

Die meisten Leasingverträge sehen vor, dass die Leasinggesellschaft keinerlei Gewährleistung übernimmt. Die der Leasinggesellschaft gegen den Wagen-Lieferanten (Garagist) zustehenden kaufrechtlichen Gewährleistungsansprüche werden aber regelmässig an den Leasingnehmer zur selbständigen Geltendmachung abgetreten. Adressat von Reklamationen ist daher primär der Wagen-Lieferant. Die Leasinggesellschaften sind jedoch regelmässig zu informieren, wenn bei der Behebung von Mängeln Probleme auftreten.

Nach Ablauf des Vertrags müssen Sie das Auto der Leasinggesellschaft zurückgeben. Allenfalls können Sie es ihr dann abkaufen oder Sie können einen weiteren Leasingvertrag (mit einer erheblich tieferen Rate) abschliessen.

Vorzeitige Auflösung des Leasingvertrages

Der Leasingvertrag wird für eine feste Laufzeit, normalerweise für 48 Monate, abgeschlossen. Sie haben das Recht, ihn vorzeitig aufzulösen; in aller Regel wird dann aber die Leasingrate neu für die verkürzte Laufzeit berechnet, und Sie müssen rückwirkend für die gesamte Vertragsdauer erhöhte Leasingraten bezahlen. Der Zuschlag wird Ihnen zusammen mit einer allfälligen Entschädigung für zuviel gefahrene Kilometer und für Instandstellungskosten in Rechnung gestellt.

Wenn Sie bei Vertragsbeginn eine Kaution bezahlt haben, wird sie von der Schlussabrechnung abgezogen. Trotzdem kann die Schlussabrechnung ohne weiteres mehrere Tausend Franken betragen. Der geschuldete Betrag muss häufig innert zehn oder 30 Tagen beglichen werden. Wenn Sie sich vor Ablauf der ursprünglich verabredeten Laufzeit vom geleasten Auto trennen müssen, weil Ihr Budget die Kosten nicht mehr verträgt, sitzen Sie in der Zwickmühle: Die laufenden Autokosten vermögen Sie nicht – das nötige Geld für die Begleichung der Schlussrechnung haben Sie aber auch nicht. Der Ausstieg kostet oft viel Geld.

Tipps

Bevor Sie ein Auto leasen:

  • Machen Sie einen Bogen um Leasinggeber, welche in der Werbung verkünden, laufende Betreibungen oder bestehende Schulden seien kein Problem.
  • Schliessen Sie eine Rechtsschutzversicherung ab, welche auch Streitigkeiten aus dem Leasingvertrag abdeckt.
  • Vergleichen Sie verschiedene Angebote miteinander.
  • Wie hoch ist die Kaution? Wird sie verzinst? Wird sie auf ein Sperrkonto überwiesen?
  • Verlangt die Leasinggesellschaft einen “ersten grossen Leasingzins”? Wenn ja: Wie hoch ist er? Was geschieht mit ihm bei vorzeitiger Vertragsauflösung?
  • Wie hoch ist der effektive Jahreszins? Ist die Mehrwertsteuer inbegriffen?
  • Wie hoch ist der Restwert?
  • Wie viele Kilometer sind pro Jahr vorgesehen? Verlangen Sie eine Kilometerzahl, welche Ihren Bedürfnissen entspricht.
  • Wie viel müssen Sie für zu viel gefahrene Kilometer bezahlen?
  • Wird der Abschluss einer Vollkasko-Versicherung verlangt? Wie teuer kommt sie?
  • Wie viel müssen Sie pro Jahr für die Betriebskosten, den Unterhalt, die Versicherungen und die Steuern einplanen?

Bei der Rückgabe:

  • Lassen Sie die Schlussabrechnung der Leasinggesellschaft kontrollieren.
  • Schalten Sie Ihre Rechtsschutzversicherung ein, wenn Ihnen die Schlussrechnung zu hoch erscheint. Manchmal werden Ihnen unter dem Titel „Instandstellungskosten“ Beträge belastet, die Sie in Wirklichkeit nicht schulden.
  • Allenfalls haben Ihnen Ihr Autohändler oder die Leasinggeberin die Möglichkeit eingeräumt, das Auto am Ende der Vertragsdauer zu einem (oft im Voraus vereinbarten) Restwert zu kaufen. Rechnen Sie aus, ob Sie nicht besser fahren, wenn Sie das Fahrzeug abkaufen und allenfalls sofort weiterverkaufen. Solange das Fahrzeug nicht Ihnen gehört, dürfen Sie es aber ohne das schriftliche Einverständnis der Leasinggesellschaft nicht verkaufen.

Lassen Sie sich nicht von der Leasing-Werbung täuschen, die mit tiefen monatlichen Beträgen (mtl. Leasingrate mal 3 = Monatskosten) wirbt, ohne die zusätzlich anfallenden Kosten (z.B. Reparaturpflichten, Rücknahmekosten, obligatorische Vollkasko-Versicherung) zu nennen. Das Leasing-Fahrzeug ist nie Ihr Eigentum, es gehört immer der Leasing-Firma. Dieses Dreiecksverhältnis kann zu Komplikationen führen. Leasing eignet sich vor allem für zahlungskräftige Personen, die ihr Kapital nicht ins Auto investieren möchten.

Quelle: GE Money Bank AG

Weitere Informationen und Links

TCS – Touring-Club Schweiz
Schweizerischer Leasingverband
Wikipedia Artikel über Leasing